Der Haushahn und die Mägde von Aesop

Buchumschlag von Der Haushahn und die Mägde von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Der Haushahn und die Mägde« von Äsop ärgern sich einige Mägde darüber, dass sie jeden Morgen vom Hahnenschrei früh geweckt werden. Um länger schlafen zu können, töten sie den Hahn. Doch ihre Lage verschlechtert sich, weil die alte Hausfrau nun nachts aufwacht und die Mägde sogar noch früher zur Arbeit ruft. Die Fabel zeigt, dass Menschen manchmal unüberlegt handeln, um kleine Probleme zu beseitigen, und dadurch größere Schwierigkeiten verursachen. Äsop macht deutlich, dass man die Folgen seines Handelns vorher bedenken sollte.

Ein gutes, altes Hausmütterchen weckte ihre Mägde alle Morgen gewöhnlich mit dem ersten Hahnenschrei.

Dies frühe Aufwecken und Aufstehen verdroß diese. »Wäre der verzweifelte Hahn nicht«, sagten sie, »so dürften wir auch länger schlafen«, und so drehten sie ihm den Hals um. Aber oft und viel wünschten sie ihn ins Leben zurück, weil sie von der Hausfrau, welche altershalber wenig schlief und ihre gewohnte Hausuhr, den Hahn, nicht mehr hatte, nun sogar um Mitternacht geweckt wurden.

Man sucht oft kleinen Unannehmlichkeiten zu entgehen, und kommt in weit größere.