Der wilde Hund von Aesop

Buchumschlag von Der wilde Hund von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Der wilde Hund« von Äsop leidet ein Hund im kalten Winter sehr und nimmt sich vor, im Sommer eine schützende Hütte zu bauen. Doch sobald die warme Jahreszeit beginnt, vergisst er seinen Vorsatz und genießt nur die Sonne und die Bequemlichkeit. Als der nächste Winter kommt, ist er erneut schutzlos der Kälte ausgeliefert und erfriert schließlich. Die Fabel zeigt, wie gefährlich Nachlässigkeit und fehlende Vorsorge sein können. Äsop macht deutlich, dass man in guten Zeiten an die Zukunft denken und rechtzeitig handeln sollte.

Ein wilder Hund fror im Winter jämmerlich. Er kroch in eine Höhle, rollte sich zusammen, zitterte vor Kälte und sprach vor sich hin: »Wenn es nur wieder Sommer und warm wird, dann will ich mir eine Hütte bauen, damit ich im nächsten Winter nicht mehr frieren muß.«

Als aber der Sommer mit seiner wohltuenden Wärme kam, hatte er seine guten Vorsätze vergessen.

Er lag da, reckte und streckte sich, blinzelte behaglich in die Sonne und dachte nicht mehr daran, sich eine Hütte zu bauen. Der nächste Winter war bitter kalt, und der Hund mußte erfrieren.