Der Wolf und die Hirten von Aesop

Buchumschlag von Der Wolf und die Hirten von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Der Wolf und die Hirten« von Äsop beobachtet ein Wolf neidisch, wie einige Hirten ein Schaf schlachten und gemeinsam essen. Er beklagt sich darüber, dass er selbst für das Rauben eines einzigen Lammes sofort verfolgt würde. Ein Hirt erklärt ihm jedoch, dass die Menschen nur ihr eigenes Eigentum verzehren. Die Fabel zeigt, dass man nicht neidisch auf das sein sollte, was anderen rechtmäßig gehört. Äsop macht deutlich, dass der Wunsch nach fremdem Besitz oft zu ungerechten Gedanken führt.

Einige Hirten schlachteten ein Schaf, verzehrten es in ihrer Hütte und ließen es sich bei diesem Mahl wohl sein. Ein Wolf, der gerade aufs Rauben ausging, sah neidisch zu und seufzte: »Ach! Welchen Lärm würde es geben, wenn ich nur ein einziges Lämmchen raubte! Und diese Burschen verzehren ein ganzes Schaf ungestraft!«

»Halt ein, Räuber«, rief ein Hirt, der dies mit anhörte, »wir verzehren nur unser Eigentum!«

Mißgönne andern ihr Eigentum nicht, weil du für dich danach lüstern bist.