Die Frösche und die Schlange von Aesop

Buchumschlag von Die Frösche und die Schlange von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Die Frösche und die Schlange« von Äsop bitten die Frösche Jupiter um einen König und erhalten zunächst einen harmlosen Holzklotz. Weil ihnen dieser zu ruhig und untätig erscheint, verlangen sie einen stärkeren Herrscher. Daraufhin schickt Jupiter ihnen eine Schlange, die beginnt, die Frösche zu verschlingen. Zu spät erkennen sie, dass ihr früherer Zustand viel besser gewesen war. Die Fabel zeigt, dass Unzufriedenheit und leichtfertige Wünsche oft schlimmere Folgen haben können als das ursprüngliche Problem.

Die Frösche erbaten sich einst von Jupiter einen König. Er warf ihnen einen Klotz zu. Das Getöse jagte sie anfangs in die Tiefe, bald aber wagten sie, ihre Köpfe herauszurecken und ihren neuen König zu betrachten, der noch auf dem Wasser schwamm; und bald hüpften sie kühn auf ihn hinauf, verächtlich grüßten sie ihn als König; erbaten sich dann aber doch einen andern, der auch ein bißchen regieren könne.

Im Zorn gab ihnen Jupiter eine Schlange, welche ihre Regierung auch sofort mit aller Strenge anfing und einen Untertanen nach dem andern verschlang. Bald blieb dem Überrest nichts übrig, als nochmals um einen andern Oberherrn zu bitten; allein Jupiter sprach mit Donnerstimme: »Euch ist geschehen, wie ihr wolltet! Ertragt nun dies Unglück mit Fassung!«

Der Unzufriedene lernt immer zu spät, daß das Alte besser war.