Die Krähe und andere Vögel von Aesop

Buchumschlag von Die Krähe und andere Vögel von Aesop
1
1 Min. Lesezeit

Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Die Krähe und andere Vögel« von Äsop schmückt sich eine eitle Krähe mit den bunten Federn anderer Vögel, um schöner und bewundernswerter zu erscheinen. Doch die betrogenen Vögel erkennen den Schwindel, reißen ihr die fremden Federn aus und nehmen ihr sogar einige eigene weg. Am Ende steht die Krähe beschämt und verspottet da. Die Fabel zeigt, dass falscher Stolz und das Prahlen mit fremdem Glanz oft zu Demütigung führen. Äsop macht deutlich, dass man sich nicht verstellen sollte, um Anerkennung zu gewinnen.

Eine eitle Krähe wollte schöner sein, als sie wirklich war, und zierte sich mit allerlei bunten Federn von andern Vögeln, hauptsächlich von Pfauen.

Allein um die Eitelkeit zu bestrafen und ihr Eigentumsrecht auszuüben, fielen diese über sie her und entrissen ihr nicht nur die geraubten Federn, sondern auch einen Teil ihrer eigenen.

Armseliger wie vorher, stand sie nun wieder da, ein Spott der ihrigen und eine Warnung für alle Eitlen.

Prahle nie mit erborgtem Schimmer, Spott ist sonst dein Lohn.