Die Maus und der Frosch von Aesop

Μῦς καὶ βάτραχος

Buchumschlag von Die Maus und der Frosch von Aesop
1
1 Min. Lesezeit

Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Thema: Freundschaft, Verrat, Neid, Rache, Gerechtigkeit, Schicksal, Vergeltung, Moral, Bosheit, Konsequenzen, Feindschaft, Strafe, Schuld, Tod, Vertrauen, Warnung, Betrug, Erkenntnis, Ursache und Wirkung, Gerechtigkeitssinn, Tiere, Unrecht, Verantwortung, Vergänglichkeit, Konflikt

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Die Maus und der Frosch« von Äsop schließt eine Maus Freundschaft mit einem Frosch, der jedoch neidisch und hinterlistig ist. Der Frosch bindet die Maus an sich und zieht sie später absichtlich ins Wasser, wo sie ertrinkt. Kurz darauf entdeckt ein Falke die tote Maus und packt sie mit seinen Krallen. Weil der Frosch noch immer mit der Maus verbunden ist, wird auch er ergriffen und findet sein Ende. Die Fabel zeigt, dass Bosheit und Verrat oft auf den Täter zurückfallen und Unrecht letztlich seine gerechte Strafe findet.

Eine Maus schloß zu ihrem Verderben mit einem Frosche Freundschaft und lud ihn zum Mahle ein. Der Frosch band den Fuß der Maus an seinen eigenen an, und so gingen sie zuerst zu einem Orte, wo viele Speisen vorhanden waren. Der Frosch stillte hier seinen Hunger und beschloß, die Maus, da er ihr gutes Leben beneidete, zu verderben. Als sie bald darauf an den Rand eines Sees kamen, zog er sie in das tiefe Wasser. Die unglückliche Maus kam im Wasser um und schwamm in demselben, an den Fuß des Frosches angebunden, umher; doch ein Taubenfalke erblickte die Maus und faßte sie mit seinen Krallen. Da sich der Frosch nicht losmachen konnte, entführte er ihn gleichfalls in die Luft, wo er zuerst die Maus und dann jenen selbst verspeiste.

Auch ein Toter ist imstande, das an ihm begangene Unrecht zu rächen, denn die Gottheit, die alles erblickt, teilt jedem sein gerechtes Schicksal zu.