Huhn und Eier von Aesop

Buchumschlag von Huhn und Eier von Aesop
2
1 Min. Lesezeit

Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Huhn und Eier« von Äsop besitzt eine arme Frau ein Huhn, das ihr jeden Tag ein Ei legt. Aus Gier hofft sie jedoch, durch doppelt so viel Futter auch doppelt so viele Eier zu bekommen. Stattdessen wird das Huhn immer fetter und hört schließlich ganz auf zu legen. Die Fabel zeigt, dass übertriebene Gier oft genau das zerstört, was man bereits besitzt. Äsop macht deutlich, dass Maßhalten und Zufriedenheit wichtiger sind als unvernünftiges Verlangen nach mehr.

Eine arme Frau hatte nur ein Huhn, aber das war ihre Freude, denn es legte täglich ein Ei. Da sprach sie bei sich: »Gutes Tierchen, wenn ich dir doppeltes Futter gebe, dann legst du mir bestimmt jeden Tag zwei Eier!«

Sie tat so in ihrer Unvernunft. Da wurde das Huhn fett und immer fetter und legte schließlich überhaupt nicht mehr.