Jupiter und die Bienen von Aesop

Buchumschlag von Jupiter und die Bienen von Aesop
1
1 Min. Lesezeit

Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Jupiter und die Bienen« von Äsop beklagen sich die Bienen darüber, dass sie für undankbare Menschen arbeiten müssen, und bitten Jupiter um einen besonders schmerzhaften Stachel. Jupiter erfüllt ihren Wunsch, bestimmt jedoch zugleich, dass die Bienen nach dem Stechen selbst sterben müssen. Dadurch erkennen die kleinen Tiere, dass ihre Rachsucht auch ihnen selbst schadet. Die Fabel zeigt, dass Hass und der Wunsch nach Vergeltung oft gefährliche Folgen für denjenigen haben, der sie hegt. Äsop macht deutlich, dass unkontrollierte Rache selten ohne eigenen Schaden bleibt.

Die Bienen, unwillig darüber, daß sie nur für die undankbaren Menschen arbeiten sollten, brachten dem Jupiter die feinsten Waben zur Gabe und erbaten sich von ihm die Gnade, er möchte ihren Stacheln die Eigenschaft verleihen, recht empfindliche Schmerzen zu verursachen. »Es sei«, sprach Jupiter, ergrimmt über die Rachgierde dieser so kleinen Tierchen, »aber so, daß auch ihr zugleich mit dem Stachel euer Leben lasset!«

Laß dich vom Hasse nicht betören, denn seine Folgen können oft für dich selbst gefährlich werden.