Rabe und Fuchs von Aesop

Buchumschlag von Rabe und Fuchs von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Rabe und Fuchs« von Äsop stiehlt ein Rabe einen Käse und setzt sich damit auf einen Baum, um ihn ungestört zu essen. Ein schlauer Fuchs bemerkt den Käse und beginnt den Raben mit übertriebenen Komplimenten zu schmeicheln. Der eitle Rabe möchte daraufhin seinen angeblich schönen Gesang zeigen, öffnet den Schnabel und verliert dabei den Käse an den Fuchs. Die Fabel verdeutlicht, wie leicht Menschen oder Tiere durch Schmeichelei getäuscht werden können, wenn sie zu stolz oder selbstgefällig sind. Äsop warnt davor, fremden Lobeshymnen blind zu vertrauen.

Ein Rabe hatte einen Käse gestohlen, flog damit auf einen Baum und wollte dort seine Beute in Ruhe verzehren. Da es aber der Raben Art ist, beim Essen nicht schweigen zu können, hörte ein vorbeikommender Fuchs den Raben über dem Käse krächzen. Er lief eilig hinzu und begann den Raben zu loben: »O Rabe, was bist du für ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang ebenso schön ist wie dein Gefieder, dann sollte man dich zum König aller Vögel krönen!«

Dem Raben taten diese Schmeicheleien so wohl, daß er seinen Schnabel weit aufsperrte, um dem Fuchs etwas vorzusingen. Dabei entfiel ihm der Käse. Den nahm der Fuchs behend, fraß ihn und lachte über den törichten Raben.