Zwei Krebse von Aesop

Buchumschlag von Zwei Krebse von Aesop
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Land: Griechische

Epoche: 6. Jahrhundert v. Chr.

Genre: Fabeln

Sammlung: Aesopische Fabeln

In der Fabel »Zwei Krebse« von Äsop fordert eine Krebs-Mutter ihren Sohn auf, geradeaus zu gehen, obwohl Krebse sich seitwärts bewegen. Der junge Krebs erklärt höflich, dass er dies gerne tun würde, wenn die Mutter es ihm zuerst vormachen könne. Doch auch sie ist dazu nicht in der Lage. Die Fabel zeigt, dass man andere nicht für Fehler tadeln oder Dinge verlangen sollte, die man selbst nicht beherrscht. Äsop macht deutlich, dass Menschen zuerst ihr eigenes Verhalten prüfen sollten, bevor sie andere kritisieren.

»Geh doch gerade und vorwärts!« rief einem jungen Krebs seine Mutter zu.

»Von Herzen gerne, liebe Mutter«, antwortete dieser, »nur möchte ich es dich ebenso machen sehen.«

Jedoch vergeblich war der Mutter Anstrengung und sichtbar ihre Klügelei und Tadelsucht.

Gib keine Befehle, die man nicht vollbringen kann, und tadle an andern keine Fehler, die du selbst begehst!